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FIfF-Ko 4/09 - Editorial

Bei dem Stichwort Herausforderungen können sich verschiedene Bilder aus der Mythologie aufdrängen. Die einen denken vielleicht an Sisyphos, der angestrengt einen großen Felsblock einen Hügel hinaufrollt, kurz vor dem Ziel aber den Griff verliert. Der Stein rollt hinunter, und Sisyphos muss von vorn beginnen. Andere fühlen sich möglicherweise an den Gordischen Knoten erinnert, der sich nicht anders lösen lässt als durch einen Schlag mit dem Schwert. Wieder anderen mag Herkules in den Sinn kommen, der mehrere gigantische Aufgaben zu lösen hatte wie die Ausmistung der Ställe Augias, für die er zwei Flüsse umleitete – eine Lösung, die geradezu modern anmutet. Die Redaktion dieser FIfF-Kommunikation hat ein Labyrinth als Titelbild gewählt. Die Herausforderung besteht darin, von innen den Ausgang zu finden. Der Minotaurus hat es nicht geschafft, das Labyrinth, in dem er gefangen war, zu verlassen. Seinem Bezwinger Theseus ist es mit dem Ariadne-Faden gelungen. Es ist seit den Arbeiten von Lothar Budach aus den 1970er Jahren bekannt, dass auch drei Markierungssteine immer reichen. Wenn allerdings vom Standpunkt im Inneren des Labyrinths aus gar kein Weg zum Ausgang führt, hilft keine mathematische Lösung, sondern nur ein Vorgehen nach Art des Gordischen Knotens. [...]

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